Jörg Hornisch · Silent-Art
Ich male das Dazwischen, das wass wenn…
Menschen in Räumen. Figuren an Schwellen. Ein Moment kurz vor oder nach einer Handlung. Ich male Bilder, die keine Geschichte festlegen sondern eine Frage stellen.
Meine Bildwelt
Eine offene Situation reicht.
Eine Figur steht in einem Raum. Ein Fenster setzt Licht. Eine Tür führt irgendwohin. Mich interessiert nicht die fertige Handlung, sondern der Moment, in dem noch mehrere Möglichkeiten bestehen.
Meine Bilder bewegen sich zwischen Gegenständlichkeit und innerer Wahrnehmung. Sie zeigen keine Lösungen und schon gar keine Realität.
Der Betrachter muss meine Gedanken nicht erraten. Er bringt seine eigenen mit. Erst dadurch wird das Bild vollständig.
Figur und Raum
Was geschieht?
Die Handlung bleibt außerhalb des Bildes. Sichtbar ist nur der Punkt, an dem etwas begonnen haben könnte – oder bereits vorbei ist.
Was ich suche
Der Nachklang ist mir wichtig.
Der Auslöser
Ich suche den Punkt, an dem ein Bild hängen bleibt. Nicht als klare Botschaft. Eher wie ein Dominostein, der einen eigenen Gedankengang auslöst.
Der offene Raum
Türen, Fenster, Wege und Wände begrenzen den Raum – und öffnen gleichzeitig eine mögliche Geschichte. Welche, entscheidet nicht das Bild allein.
Das Licht
Licht strukturiert meine Bilder. Es trennt, verbindet, hebt etwas hervor oder lässt es verschwinden. Es erklärt nichts – aber es verändert die Wahrnehmung.
Kunst ist Fantasie für den Alltag.
Fantasie ermöglicht andere Blickrichtungen. Im Bild – und außerhalb davon.
Arbeitsprozess
Stift. Entscheidung.
Der Ausgangspunkt ist ein Gedanke, eine Beobachtung oder eine Skizze. Daraus entwickle ich Figur, Raum und Licht.
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01
Skizze
Eine Haltung, eine Raumidee oder ein Verhältnis zwischen Figur und Umgebung, ein flüchtiger Gedanke. Ich halte alles kurz fest.
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02
Aufbau
Flächen, Perspektive, Licht und Kontrast geben der offenen Situation ihre Spannung.
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03
Reduktion
Übrig bleibt, was die Szene trägt.
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04
Meine Bilder sind nicht perfekt. Sie erreichen den Punkt, an dem weitere Glättung ihnen mehr nehmen als geben würde.
Das Unperfekte
Perfektionismus ist oft nicht gut.
Ich bin mit meinen Bildern selten zufrieden. Aber das gehört dazu.
Ein falscher Strich kann stören. Er kann aber auch eine Richtung öffnen, die vorher nicht vorhanden war. Diese Reibung gehört zur Arbeit.
Das Unperfekte hält die menschliche Spur im Bild.
Digitale Malerei
Digital gemalt.
Neben Aquarell, Öl und Guache male ich oft mit Stift und Tablet.
KI nutze ich für Texte, Struktur und Organisation – nicht für die Entstehung meiner Kunstwerke.
Gleichzeitig beschäftige ich mich beruflich viel mit KI und als Künstler auch kritisch mit ihrer Wirkung auf Kreativität. Technisch möglich bedeutet nicht automatisch künstlerisch sinnvoll.
Hintergrund
Was in die Bilder einfließt.
Mein beruflicher Weg begann im grafischen Handwerk. Später arbeitete ich als Grafikdesigner, Art Director und geschäftsführender Gesellschafter.
Gestaltung, Fotografie, Lichttechnik, Marketing und digitale Werkzeuge haben meinen Blick geprägt. Für Silent-Art sind sie kein Thema, sondern Hintergrundwissen: Komposition, Kontrast, Raum, Wahrnehmung und die Wirkung visueller Entscheidungen.
Silent-Art
Das Bild bleibt offen.
Was Sie darin sehen, gehört bereits nicht mehr nur mir.


