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Silent-Art · Jörg Hornisch

Ich male Bilder,
die Fragen stellen sollen.

Ich bin Jörg Hornisch, und Silent-Art ist mein Kunstprojekt – wahrscheinlich das persönlichste Kunstprojekt, das Sie jemals sehen werden.
Meine Bilder entstehen aus meiner Fantasie – was natürlich auch mein Unterbewusstsein und die jeweilige Lebenssituation mit einschließt.
So entsteht eine fortlaufende Bildserie, die das alles reflektiert und mich widerspiegelt – persönlicher geht es wohl nicht.

Angefangen habe ich 1999, damals mit Bleistift und Aquarellfarben, später Öl, seit einigen Jahren auf dem iPad. Gemalt habe ich immer. Geändert hat sich nur das Werkzeug.

Erklären lassen sich diese Bilder schlecht, und das ist Absicht. Sie sind keine Dekoration. Sie stellen Fragen – meine zuerst, und wenn es gut läuft, gleich danach Ihre. Mich interessiert, was so ein Bild im Kopf von jemand anderem anstellt.

An einem Bild sitze ich sechs bis zehn Stunden, von der Vorzeichnung bis zum letzten Strich.

Drei barfüßige Männer stehen in Stuhlgestellen ohne Sitzfläche um einen Tisch mit leuchtendem Licht
Drei Stühle und ein Licht – Silent-Art-2025-07-008Veröffentlicht am

Warum ich male

Jedes Bild stellt ein Stück von mir in die Öffentlichkeit.

In über dreißig Jahren als Grafiker habe ich vor allem Bilder gemacht, die genau eine Lesart haben durften: Produkt, Botschaft, fertig. Nichts davon hatte mit mir zu tun. Silent-Art ist das Gegenteil. Was hier entsteht, kommt aus meiner Fantasie – und damit aus meinem Unterbewusstsein, aus Gedanken, Hoffnungen und Ängsten, aus der Lebenssituation, in der ich gerade stecke.

Das ist unbequemer, als es klingt. Ein Bild, das so entsteht, zeigt mehr von mir als jeder Text, den ich schreiben würde: meine Psychologie, offen an der Wand. Ich zeige es trotzdem, weil genau daraus die Fragen entstehen, die mich interessieren – und die sind längst nicht nur meine.

Die wichtigste ist das Warum. Was geschieht hier gerade, und warum ausgerechnet so? Beim Malen habe ich eigene Antworten darauf, die ich für mich behalte. Ihre sind mindestens genauso gültig, und sie sagen am Ende mehr über Sie aus als über mich.

Persönlicher geht es nicht

In jedem Bild steckt, was mich zu dieser Zeit beschäftigt hat. Ich male das nicht weg und schreibe es auch nicht dazu. Es ist einfach drin.

Fragen, die nicht nur meine sind

Ein Bild soll einen Gedanken anstoßen – einen, den Sie selbst schon kennen, nur noch nicht in dieser Form. Was daraus wird, geht mich nichts an.

Keine Dekoration

Diese Bilder passen zu keinem Sofa und beruhigen niemanden. Sie verlangen, dass man sich mit ihnen auseinandersetzt. Wer das nicht will, wird mit ihnen nicht glücklich – das ist völlig in Ordnung.

Auch die Umwege zeigen

Hier steht auch Älteres, das ich heute anders malen würde – Arbeiten aus Phasen, in denen ich Perspektive oder Hauttöne noch nicht im Griff hatte. Ich lasse sie stehen. Wer nur die gelungenen Bilder zeigt, zeigt eine Entwicklung, die es so nie gegeben hat.

Ein Stück zurück

Zum Bildertagebuch gehört der ganze Weg

Ich zeige die fertigen Arbeiten fortlaufend, in der Reihenfolge, in der sie ins Netz gehen – nicht in der, in der sie entstanden sind. Motive tauchen wieder auf und verschwinden dann für Monate, ohne dass ich das vorher geplant hätte. Woran das jeweils lag, sehe ich meist erst im Rückblick; die Serie führt genauer Buch über mich als ich selbst. Die Werknummer ordnet jedes Bild in seine Entstehungsfolge ein.

Digitale Malerei

Vom Gedanken zum Bild

Am Anfang steht keine Vorlage und kein Foto. Ich habe eine Situation im Kopf, die ich selbst nicht auflösen kann, und zeichne sie grob vor, bevor sie wieder weg ist. Der Rest entsteht in Procreate, Ebene für Ebene, über sechs bis zehn Stunden verteilt, die sich selten an einem Stück ergeben.

Dabei verändert sich einiges, und zwar nicht immer bewusst. Eine Figur steht am Ende anders, als ich sie angelegt hatte, und der Raum um sie herum wird fast immer enger, als er in der Vorzeichnung noch war. Warum ausgerechnet enger, kann ich Ihnen nicht sagen. Ich sehe es nur jedes Mal wieder.

Was ich am analogen Arbeiten vermisse: Ein Aquarell ist irgendwann fertig, weil das Papier nicht mehr mitmacht. Digital gibt es diesen Punkt nicht. Ich höre auf, wenn ich aufhören will – und sehe zwei Wochen später, dass ich drei Ebenen zu früh aufgehört habe.

Leinwanddrucke und Ausstellungen

Ein Bild an Ihrer Wand

Viele Motive gibt es als Leinwanddruck im Silent-Art Shop; welche Formate verfügbar sind und wie gedruckt wird, steht beim jeweiligen Werk.

Ein solches Bild hängt nicht still an der Wand. Es stellt Ihnen jeden Tag dieselbe Frage, und Ihre Antwort fällt nicht jeden Tag gleich aus. Deshalb lohnt sich das Motiv, das Sie nicht sofort loslässt – nicht das, was farblich am besten passt.

Wenn Sie zu einem Motiv oder einer Größe etwas wissen wollen, schreiben Sie mir einfach. Die Antwort kommt von mir persönlich. Das gilt auch für Ausstellungen – dafür stelle ich einen Ausschnitt aus dem Bildertagebuch zusammen, nach Thema oder Zeitraum.

Zu Silent-Art

Fragen, die oft kommen

Wer steckt hinter Silent-Art?

Ich, Jörg Hornisch. Ich arbeite im Oberbergischen Land in Gummersbach, male seit meiner Kindheit und betreibe Silent-Art seit 1999 – zuerst als Ort für analoge Arbeiten, inzwischen als Bildertagebuch für meine digital gemalten, surrealen Bilder.

Muss ich verstehen, was auf den Bildern passiert?

Nein, es gibt nichts zu lösen. Ich halte keine richtige Antwort zurück. Ein Bild funktioniert dann, wenn Sie eine Weile davor bleiben und eine eigene Geschichte darin finden – das ist der ganze Zweck. Als Dekoration, die man nach drei Tagen nicht mehr sieht, taugen diese Arbeiten schlecht.

Wie persönlich sind die Bilder wirklich?

So persönlich, wie es geht, ohne dass ich es ausspreche. Sie entstehen aus meiner Fantasie, und darin steckt mein Unterbewusstsein und die Lebenssituation, in der ich gerade bin: Gedanken, Hoffnungen, Ängste. Wer die Bilder der Reihe nach ansieht, sieht mehr von mir als in jedem Text, den ich schreiben könnte.

Wie entstehen die Bilder?

Gezeichnet und gemalt wird mit dem Apple Pencil in Procreate, Ebene für Ebene, sechs bis zehn Stunden pro Bild von der Vorzeichnung bis zum Schluss. Kein Bildgenerator, kein Prompt.

Warum sind die Figuren immer barfuß?

Weil mich bekleidete Füße zurzeit stören. Das ist der ganze Grund. Genauso wenig steckt dahinter, dass ich fast ausschließlich Männer male – die Figuren sind Stellvertreter, keine bestimmten Personen, und für die Deutung eines Bildes ist beides ohne Bedeutung. Suchen Sie die Antwort lieber in der Situation.

Was bedeuten die Werknummern?

Die Nummer ordnet ein Bild in die Reihenfolge seiner Entstehung ein, das Datum darunter nennt den Tag der Veröffentlichung im Blog. Zwischen beidem liegen oft Monate. So bleibt nachvollziehbar, was wann entstanden ist.

Kann ich die Bilder als Druck kaufen?

Viele Motive sind als Leinwanddruck erhältlich; Formate und Preise stehen im Silent-Art Shop. Falls Sie ein bestimmtes Werk suchen und es dort nicht finden, schreiben Sie mir – vieles lässt sich einrichten.

Sind Ausstellungen möglich?

Ja. Für Galerien und Ausstellungen stelle ich Arbeiten nach Thema oder Zeitraum zusammen, aus inzwischen über zwei Jahrzehnten Bildertagebuch. Die Details stehen auf der Seite für Galerien und Kuratorinnen.

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Wenn es neue Bilder gibt

Im Newsletter zeige ich neue Arbeiten und schreibe gelegentlich darüber, was mich beim Malen gerade beschäftigt – häufiger als einmal im Monat wird das nicht passieren, dafür fehlt mir schlicht die Zeit. Abmelden geht mit einem Klick.