Silent-Art · Jörg Hornisch
Ich male Bilder,
die ich selbst nicht ganz verstehe
Ich bin Jörg Hornisch, und Silent-Art ist mein Bildertagebuch – angefangen hat Silent-Art 1999 als zentrale Internetseite für meine Kunst, damals mit Bleistift und Aquarellfarben, später Öl, seit einigen Jahren auf dem iPad. Gemalt habe ich immer. Geändert hat sich nur das Werkzeug.
Die Szenen stammen aus Fantasie und Unterbewusstsein, deshalb sind sie persönlicher, als sie aussehen. Erklären lassen sie sich schlecht. Mich interessiert, was so ein Bild im Kopf anstellt, wenn niemand vorher sagt, was darauf zu sehen ist.
An einem Bild sitze ich sechs bis zehn Stunden, von der Vorzeichnung bis zum letzten Strich.

Aus dem Bildertagebuch
Zuletzt veröffentlicht
Zu jedem Bild gehört ein Beitrag im Blog, in dem ich etwas zur Entstehung schreibe – ein Klick auf das Werk führt dorthin. Das Datum unter dem Bild nennt den Tag der Veröffentlichung, nicht den Tag, an dem das Bild entstanden ist; dafür steht die Werknummer. Beides fällt bei mir selten zusammen.
Auswahl vom 09.09.2026. Weitere Veröffentlichungen finden Sie im Blog.






Warum ich male
Ich glaube, wir nutzen unsere Fantasie zu wenig.
In über dreißig Jahren als Grafiker habe ich vor allem Bilder gemacht, die genau eine Lesart haben durften: Produkt, Botschaft, fertig. Irgendwann wollte ich das nicht mehr. Fantasie braucht man ja nicht nur in der Kunst, sondern jedes Mal, wenn man sich etwas vorstellen muss, das noch gar nicht existiert – oder wenn man begreifen will, warum ein anderer Mensch dieselbe Sache ansieht und etwas völlig anderes darin erkennt.
Deshalb lasse ich in meinen Bildern Fragen offen. Die wichtigste ist das Warum. Was geschieht hier gerade, und warum geschieht es ausgerechnet so? Beim Malen habe ich eigene Antworten darauf, die ich aber für mich behalte, weil Ihre mindestens genauso gültig sind.
Selbst weiterdenken
Ein Bild soll einen Gedanken anstoßen. Was daraus wird, geht mich nichts an.
Auch die Umwege zeigen
Hier steht auch Älteres, das ich heute anders malen würde – Arbeiten aus Phasen, in denen ich Perspektive oder Hauttöne noch nicht im Griff hatte. Ich lasse sie stehen. Wer nur die gelungenen Bilder zeigt, zeigt eine Entwicklung, die es so nie gegeben hat.
Stellvertreter, keine Porträts
Die Figuren sind niemand Bestimmtes. Dass es fast immer Männer sind und dass sie barfuß stehen, hat mit der Bedeutung der Bilder nichts zu tun – das sind Eigenheiten von mir, keine Hinweise.
Gemalt, nicht generiert
Jeder Strich in diesen Bildern ist von Hand gesetzt, mit dem Apple Pencil in Procreate.
Ein Stück zurück
Zum Bildertagebuch gehört der ganze Weg
Ich zeige die fertigen Arbeiten fortlaufend, in der Reihenfolge, in der sie ins Netz gehen – nicht in der, in der sie entstanden sind. Motive tauchen wieder auf und verschwinden dann für Monate, ohne dass ich das vorher geplant hätte. Geplant ist daran wenig. Die Werknummer ordnet jedes Bild in seine Entstehungsfolge ein.
Digitale Malerei
Vom Gedanken zum Bild
Am Anfang steht keine Vorlage und kein Foto. Ich habe eine Situation im Kopf, die ich selbst nicht auflösen kann, und zeichne sie grob vor, bevor sie wieder weg ist. Der Rest entsteht in Procreate, Ebene für Ebene, über sechs bis zehn Stunden verteilt, die sich selten an einem Stück ergeben.
Dabei verändert sich einiges. Eine Figur steht am Ende anders, als ich sie angelegt hatte, und der Raum um sie herum wird dabei fast immer enger, als er in der Vorzeichnung noch war.
Was ich am analogen Arbeiten vermisse: Ein Aquarell ist irgendwann fertig, weil das Papier nicht mehr mitmacht. Digital gibt es diesen Punkt nicht. Ich höre auf, wenn ich aufhören will – und sehe zwei Wochen später, dass ich drei Ebenen zu früh aufgehört habe.
Leinwanddrucke und Ausstellungen
Ein Bild an Ihrer Wand
Viele Motive gibt es als Leinwanddruck im Silent-Art Shop; welche Formate verfügbar sind und wie gedruckt wird, steht beim jeweiligen Werk.
Wenn Sie zu einem Motiv oder einer Größe etwas wissen wollen, schreiben Sie mir einfach. Die Antwort kommt von mir persönlich. Das gilt auch für Ausstellungen – dafür stelle ich einen Ausschnitt aus dem Bildertagebuch zusammen, nach Thema oder Zeitraum.
Zu Silent-Art
Fragen, die oft kommen
Wer steckt hinter Silent-Art?
Ich, Jörg Hornisch. Ich arbeite im Oberbergischen Land in Gummersbach, male seit meiner Kindheit und betreibe Silent-Art seit 1999 – zuerst als Ort für analoge Arbeiten, inzwischen als Bildertagebuch für meine digital gemalten, surrealen Bilder.
Sind die Bilder mit KI erzeugt?
Nein. Gezeichnet und gemalt wird mit dem Apple Pencil in Procreate, Ebene für Ebene, sechs bis zehn Stunden pro Bild von der Vorzeichnung bis zum Schluss. Kein Bildgenerator, kein Prompt.
Warum sind die Figuren immer barfuß?
Weil mich bekleidete Füße zurzeit stören. Das ist der ganze Grund. Genauso wenig steckt dahinter, dass ich fast ausschließlich Männer male – die Figuren sind Stellvertreter, keine bestimmten Personen, und für die Deutung eines Bildes ist beides ohne Bedeutung. Suchen Sie die Antwort lieber in der Situation.
Was bedeuten die Werknummern?
Die Nummer ordnet ein Bild in die Reihenfolge seiner Entstehung ein, das Datum darunter nennt den Tag der Veröffentlichung im Blog. Zwischen beidem liegen oft Monate. So bleibt nachvollziehbar, was wann entstanden ist.
Kann ich die Bilder als Druck kaufen?
Viele Motive sind als Leinwanddruck erhältlich; Formate und Preise stehen im Silent-Art Shop. Falls Sie ein bestimmtes Werk suchen und es dort nicht finden, schreiben Sie mir – vieles lässt sich einrichten.
Sind Ausstellungen möglich?
Ja. Für Galerien und Ausstellungen stelle ich Arbeiten nach Thema oder Zeitraum zusammen, aus inzwischen über zwei Jahrzehnten Bildertagebuch. Die Details stehen auf der Seite für Galerien und Kuratorinnen.
In Kontakt bleiben
Wenn es neue Bilder gibt
Im Newsletter zeige ich neue Arbeiten und schreibe gelegentlich darüber, was mich beim Malen gerade beschäftigt – häufiger als einmal im Monat wird das nicht passieren, dafür fehlt mir schlicht die Zeit. Abmelden geht mit einem Klick.






